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Die Schritte

Innert 9–12 Monaten erarbeiten VCS-Fachleute im Auftrag einer Gemeinde ein Mobilitätskonzept Schule.

Fragebogen

Mit der bei Eltern, Kinder, Lehrpersonen durchgeführten Umfrage sollen folgende Fragen beantwortet werden:

  • Wie gehen die Kinder zur Schule?
  • Warum werden sie begleitet?
  • Welche Wege nehmen sie?
  • Wie möchten die Kinder zur Schule gehen, wenn sie die Wahl hätten?
  • Was lieben bzw. fürchten sie auf dem Schulweg?
  • Welche Orte werden von Eltern, Kinder und Partnern der Schule für gefährlich gehalten?

Breite Repräsentativität

Die hohen Rücklaufquoten (im Durchschnitt 75% der Eltern und 80% der Kinder) belegen das Interesse am Thema. Die Fragebogen werden ergänzt durch Treffen mit den übrigen Partnern der Schule und des Quartiers (Schulrat, Elternvereinigungen, Quartiertreffs, Krippen usw.). Ein Leitungsteam wird gebildet, in dem alle betroffenen Ämter vertreten sind.

Bestandesaufnahme

Mit der Analyse der Elternantworten werden zahlreiche Daten und Zahlen zur Begleitung der Kinder (Transportart, Dauer des Schulwegs, Gründe für die Begleitung) und den gewählten Schulwegen gewonnen. Die gesammelten Informationen ermöglichen eine genaue und objektive Bestandesaufnahme der Mobilität und der Sicherheit rund um die Schule.

Wahrnehmung der Kinder

Auch die Wahrnehmung und die Einschätzung der Kinder sind gute Indikatoren der Situation. Die Kinder nennen ihre Vorlieben und bringen Elemente ein, um den Schulweg zu verbessern. Ihre Kommentare sind nützlich, wenn es darum geht, Sensibilisierungs- und Kommunikationsmassnahmen oder die Umsetzung didaktischer Aktivitäten zu organisieren.

Wahrnehmung der Eltern

Es ist wichtig, die subjektive Wahrnehmung der Eltern zu berücksichtigen und zu versuchen, beispielsweise mit organisatorischen Massnahmen darauf zu reagieren. Je nach Fall kann es sinnvoll sein, eine Begehung vor Ort zu organisieren, um die verschiedenen Akteure zu sensibilisieren: Man nimmt zusammen mit den Elternvereinigungen und den Gemeindevertretern einen Augenschein vor Ort und begeht zusammen die neuralgischen Punkte.

Karten mit vielen Informationen

Karten mit den verschiedenen Wegen und den als gefährlich eingestuften Punkten fassen die gesammelten Informationen zusammen. Diese Karten dienen als Grundlage für die Formulierung von Vorschlägen und Empfehlungen, um die Schulwegsicherheit zu verbessern.

Begehung vor Ort & Empfehlungen

Zusammen mit Fachleuten der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu), wird eine Begehung vor Ort durchgeführt. Jede Gefahrenstelle wird begutachtet, fotografiert und analysiert.

Aufgrund der Mobilitätsbilanz und der Begehung vor Ort werden  konkrete Empfehlungen formuliert, mit denen die Probleme, die sich in der Umfrage gezeigt haben, kurz-, mittel- oder langfristig gelöst werden sollen. Die als gefährlich eingestuften Punkte werden nach 4 Kriterien gewichtet:

  • Die Anzahl Nennungen
  • Die Häufigkeit der Benutzung durch die Schülerinnen und Schüler
  • Das Ausmass des festgestellten Mangels
  • Die Unfallstatistik der Örtlichkeit

Die Empfehlungen werden der Stadt oder der Gemeinde übergeben und in Absprache mit den betroffenen Ämtern diskutiert.

Sensibilisierung

Während des ganzen Prozesses wird der Schwerpunkt auf die Information und Sensibilisierung von allen beteiligten Interessengruppen gelegt. Eine Elternzeitung, die Ausleihe von E-Bikes an Lehrpersonen, didaktische Aktivitäten in der Klasse und andere Aktionen ermöglichen die Sensibilisierung aller Mobilitäts- und Sicherheitsakteure rund um den Schulweg.

Massgeschneiderte Aktionen

Die verschiedenen Sensibilisierungs- und Kommunikationsmassnahmen werden zu Beginn des Projekts je nach Bedürfnis und spezifischem Kontext der Schule sowie Interesse der lokalen Partner festgelegt.

Didaktische Aktivitäten

Damit die Kinder zu aktiven Teilnehmern des Schulwegplans werden, sind in Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen didaktische Aktivitäten in der Klasse vorgesehen. Der VCS schlägt je nach Alter der Kinder verschiedene Aktivitäten vor, die unten aufgeführt werden.

Didaktische Aktivitäten

Evaluation

Rund ein Jahr nach Abschluss des Mobilitätskonzepts Schule zieht der VCS zusammen mit der Gemeinde Bilanz und bespricht das weitere Vorgehen.

Weitergehende Überlegungen

Die Absichten des Schulwegplans gehen aber noch weiter. Ein Schulwegplan kann Ausgangspunkt für eine Beurteilung der Kindermobilität in der ganzen Gemeinde oder Stadt sein. Er kann auch zu einem Richtplan der Fusswege beitragen.